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DIAKRISIS - Jubiläumsausgabe

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Auszug Artikel 1

Jesus, der große Hörer auf Gottes Weisung
von Klaus Bockmühl

Urteile zu fällen ist für den Menschen eine grundlegende psychologische Notwendigkeit. Wir müssen ständig urteilen. Das ist eine notwendige Voraussetzung für unser Entscheiden und Handeln... Und nun ist das Besondere, dass Jesus uns nicht bittet, das Urteilen aufzugeben. Er urteilt, aber er hält die menschliche Neigung, festzulegen und zu entscheiden, zurück und wartet statt dessen auf das göttliche Urteil: „Wie ich höre, so urteile ich.“ ...



Jesus am See. Aus dem ‘Abbott Illustrated New Testament’ voin 1878.


„Wie ich höre, so urteile ich“: Man kann kaum genug betonen, dass dies auch das Ende der Herrschaft religiöser Prinzipien ist, die, nachdem sie einmal akzepiert sind, unabhängig von Gott angewandt werden können. ... Jesus deutet dagegen im Präsens auf seine andauernde, beständige Bereitschaft zu lernen und sein Warten auf göttliche Anweisungen hin. Das zeigt, dass er nicht behauptet, alles schon von Anfang an selbst zu wissen. Nicht in dieser Weise handelt er als Beauftragter Gottes, sondern im Gegenteil durch Demut und Gehorsam. Es gibt in seinem Leben keinen Platz für menschliche Selbstherrschaft, auch nicht in der Verkleidung einer religiösen, scheinbar orthodoxen Version.




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